So nutzen Sie den Rechner
- Geben Sie bei Fixkosten alle Kosten ein, die unabhängig von der Menge anfallen, für den Zeitraum, den Sie betrachten (etwa Miete, Gehälter, Versicherungen).
- Tragen Sie Preis pro Stück (netto) und Variable Kosten pro Stück ein, zum Beispiel Material, Verpackung und Versand.
- Möchten Sie einen bestimmten Gewinn erzielen, tragen Sie ihn bei Zielgewinn ein. Bei 0 sehen Sie die reine Gewinnschwelle.
- Lesen Sie Break-even-Menge, Break-even-Umsatz und Deckungsbeitrag ab. Die Tabelle zeigt Gewinn und Verlust bei anderen Mengen.
Was der Break-even-Point bedeutet
Der Break-even-Point (Gewinnschwelle) ist die Absatzmenge, bei der Erlöse und Kosten gleich hoch sind. Darunter machen Sie Verlust, darüber Gewinn. Er beantwortet eine einfache Frage vor einer Gründung, Produkteinführung oder Preisänderung: Wie viel muss ich verkaufen, damit es sich lohnt?
Deckungsbeitrag = Preis − variable Kosten; Break-even-Menge = (Fixkosten + Zielgewinn) / Deckungsbeitrag; Break-even-Umsatz = Menge × Preis- Fixkosten = Kosten, die bei jeder Menge gleich bleiben
- Variable Kosten = Kosten, die pro Stück anfallen
- Deckungsbeitrag = Preis minus variable Kosten pro Stück
- Zielgewinn = Gewinn, den Sie zusätzlich zu den Fixkosten verdienen möchten
Entscheidend ist der Deckungsbeitrag. Das ist der Betrag, der von jedem verkauften Stück übrig bleibt, nachdem die variablen Kosten bezahlt sind. Er deckt zuerst die Fixkosten, danach bringt er Gewinn.
Beispiel: 12.000 € Fixkosten
Ihre Fixkosten liegen bei 12.000 €, Sie verkaufen für 45 € pro Stück, die variablen Kosten betragen 21 €. Der Deckungsbeitrag ist 24 € pro Stück (53,33 % vom Preis). Break-even liegt bei 500 Stück und einem Umsatz von 22.500 €.
Wollen Sie zusätzlich 6.000 € Gewinn, brauchen Sie 750 Stück und 33.750 € Umsatz. Die Tabelle zeigt es als Verlauf: Bei 250 Stück verlieren Sie 6.000 €, bei 500 liegen Sie bei 0 €, bei 1.000 Stück verdienen Sie 12.000 €.
Das Ergebnis nutzen
Vergleichen Sie die Break-even-Menge mit Ihrer realistischen Absatzerwartung. Liegt sie weit darüber, sind Preis, Kosten oder Geschäftsmodell zu überdenken. Der Abstand zwischen erwartetem Absatz und Break-even-Menge ist Ihr Sicherheitspuffer.
Spielen Sie Alternativen durch: Ein höherer Preis senkt die Menge, die Sie brauchen, kann aber den Absatz dämpfen. Niedrigere variable Kosten wirken wie ein höherer Deckungsbeitrag. Die Marge pro Stück prüfen Sie mit dem Gewinnmarge-Rechner, die Wirkung von Preisnachlässen mit dem Rabattrechner.
Wie Sie die Gewinnschwelle senken
Es gibt drei Wege: Fixkosten reduzieren (günstigere Räume, flexible Verträge), variable Kosten senken (Einkauf, Material, Prozesse) oder den Preis erhöhen. Auch das Sortiment hilft, wenn Sie Produkte mit hohem Deckungsbeitrag stärker bewerben.
Gründer sollten auch ihren eigenen Lebensunterhalt als Fixkosten ansetzen. Ein Betrieb, der nur seine Sachkosten deckt, trägt noch keinen Unternehmerlohn. Planen Sie zudem Investitionen und Kredittilgung ein.
Annahmen und Grenzen
Der Rechner geht von einem Produkt, konstantem Preis und konstanten variablen Kosten pro Stück aus. Bei mehreren Produkten müssen Sie einen Durchschnitt bilden. Sprungfixe Kosten (zusätzliche Mitarbeiter ab einer Menge), Rabatte, Steuern und Zeitverzögerungen in Zahlungen sind nicht enthalten. Rechnen Sie mit Nettopreisen ohne Umsatzsteuer. Für eine Kalkulation bei Gründung sollten Sie die Zahlen mit einer Steuerberatung oder Gründungsberatung prüfen.
Häufige Fragen
Wie berechne ich den Break-even-Point?
Teilen Sie die Fixkosten durch den Deckungsbeitrag pro Stück, also Preis minus variable Kosten. Das Ergebnis ist die Menge, ab der Sie Gewinn machen.
Was ist der Deckungsbeitrag?
Der Betrag, den ein verkauftes Stück nach Abzug der variablen Kosten zur Deckung der Fixkosten und zum Gewinn beiträgt.
Wie berücksichtige ich einen Wunschgewinn?
Tragen Sie ihn bei Zielgewinn ein. Der Rechner addiert ihn zu den Fixkosten, bevor er durch den Deckungsbeitrag teilt.
Was, wenn der Preis unter den variablen Kosten liegt?
Dann verlieren Sie mit jedem Verkauf Geld, und es gibt keinen Break-even-Point. Der Rechner zeigt einen Hinweis.
Sind Preise netto oder brutto einzugeben?
Netto, also ohne Umsatzsteuer, denn diese führen Sie ans Finanzamt ab.