So nutzen Sie den Rechner
- Tragen Sie das Kapital ein, das verzinst wird.
- Geben Sie den Jahreszins in Prozent ein.
- Wählen Sie die Laufzeit unter Jahre; Bruchteile wie 0,5 für ein halbes Jahr sind möglich.
- Lesen Sie Zinsen gesamt, Endsaldo und Zinsen pro Jahr ab und vergleichen Sie mit der Verzinsung mit Zinseszins.
Die Formel der einfachen Verzinsung
Bei einfacher Verzinsung werden die Zinsen immer nur auf das ursprüngliche Kapital berechnet. Die Zinsen selbst werden nicht mitverzinst. Pro Jahr entsteht deshalb derselbe Zinsbetrag.
Z = K · p · t / 100- Z = Zinsen in Euro
- K = Kapital
- p = Jahreszinssatz in Prozent
- t = Laufzeit in Jahren
In der deutschen Zinsrechnung heißt das Z = K · p · t / 100, wobei die Laufzeit bei Tagen häufig nach der kaufmännischen Methode mit 30 Tagen pro Monat und 360 Tagen pro Jahr gerechnet wird.
Beispiel: 10.000 € bei 4 % über 3 Jahre
Auf 10.000 € bei 4 % fallen jedes Jahr 400,00 € Zinsen an. Nach drei Jahren sind das 1.200,00 €, und das Endkapital beträgt 11.200,00 €.
Mit jährlichem Zinseszins wären es 1.248,64 €, also 48,64 € mehr. Nach 10 Jahren wächst der Unterschied: einfache Verzinsung ergibt 4.000,00 € Zinsen, mit Zinseszins 4.802,44 €.
Wann Sie welchen Zins brauchen
Einfache Zinsen passen, wenn Zinsen am Ende der Laufzeit ausgezahlt werden und nicht erneut angelegt werden, zum Beispiel bei einer Kreditvereinbarung ohne Zinsverrechnung oder bei einem Zeitraum unter einem Jahr.
Werden Zinsen dem Konto gutgeschrieben und weiter verzinst, wie bei Tagesgeld, Sparbuch oder Depot, brauchen Sie den Zinseszins-Rechner. Wollen Sie den Zins für verschiedene Zinsperioden vergleichen, hilft der Effektivverzinsung-Rechner.
Zum Vergleich: Die einfache Verzinsung wächst linear, der Zinseszins dagegen beschleunigt sich mit der Zeit. Nach drei Jahren beträgt der Unterschied im Beispiel nur gut 48 €, nach zehn Jahren schon über 800 €. Bei kurzen Laufzeiten ist der Unterschied also gering, bei langen Laufzeiten erheblich.
Der Rechner hilft auch beim Überschlagen von Forderungen und Fälligkeitszinsen, etwa bei einer privaten Stundung. Tragen Sie dazu den Zinssatz pro Jahr ein und rechnen Sie die Laufzeit in Jahren, auch als Bruchteil.
Hinweise zur Anwendung
- Rechnen Sie Zinsen für Teile eines Jahres mit dem entsprechenden Bruchteil, etwa 0,25 für drei Monate.
- Achten Sie darauf, dass der Zinssatz pro Jahr angegeben ist; Monatszinsen müssen Sie mit 12 multiplizieren.
- Bei Darlehen unter Privatleuten sollten Zinssatz und Rückzahlung schriftlich festgehalten werden.
- Bei Verzugszinsen gelten gesetzliche Regeln; prüfen Sie den aktuellen Zinssatz bei der Bundesbank oder einer Rechtsberatung.
- Vergleichen Sie Angebote immer nach dem effektiven Jahreszins.
Annahmen und Grenzen
Der Rechner berechnet einfache Zinsen auf ein unverändertes Kapital. Steuern, Gebühren, Teilzahlungen, wechselnde Zinssätze und Zinseszins sind im Ergebnis nicht enthalten, der Vergleichswert mit Zinseszins gilt für jährliche Verzinsung.
Für verbindliche Berechnungen, zum Beispiel bei Forderungen, gelten Vertrag und gesetzliche Regeln. Lassen Sie sich im Zweifel beraten.
Wer sich unsicher ist, ob einfache Zinsen oder Zinseszins gelten, schaut in den Vertrag. Dort steht, ob Zinsen am Ende ausgezahlt oder dem Kapital zugeschlagen werden. Rechnen Sie im Zweifel beide Varianten durch, so wie der Rechner es unten tut, und halten Sie die Vereinbarung schriftlich fest.
Häufige Fragen
Wie berechne ich Zinsen auf 10.000 € bei 4 %?
Pro Jahr 10.000 € × 4 % = 400 €. Nach drei Jahren sind es 1.200 € einfache Zinsen.
Was ist der Unterschied zwischen einfachen Zinsen und Zinseszins?
Bei einfachen Zinsen werden nur auf das Anfangskapital Zinsen gezahlt. Beim Zinseszins werden auch die gutgeschriebenen Zinsen weiterverzinst, wodurch das Kapital schneller wächst.
Wie rechne ich Zinsen für einzelne Tage?
Teilen Sie das Jahr in 360 Tage (kaufmännische Methode) oder 365 Tage und multiplizieren Sie. Im Rechner geben Sie die Laufzeit als Bruchteil eines Jahres ein.
Gelten einfache Zinsen bei Tagesgeld?
Zinsen werden dort meist gutgeschrieben und weiterverzinst. Das entspricht dem Zinseszins, nicht der einfachen Verzinsung.