So nutzen Sie den Rechner
- Tragen Sie Darlehensbetrag und Sollzins ein.
- Geben Sie die Laufzeit in Jahren ein.
- Lesen Sie die Zahlung alle zwei Wochen und die Monatliche Rate ab.
- Vergleichen Sie Gesparte Zinsen, Abbezahlt in und Gesparte Zeit sowie Zusätzlich gezahlt pro Jahr.
Warum zwei Wochen mehr bringen als ein Monat
Ein Jahr hat 52 Wochen und damit 26 Zahlungen im Zweiwochenrhythmus. Zahlen Sie jedes Mal die Hälfte der Monatsrate, leisten Sie 26 halbe, also 13 volle Raten statt 12. Die zusätzliche Rate fließt komplett in die Tilgung und senkt die Restschuld früher als bei rein monatlicher Zahlung.
Zweiwochenrate = Monatsrate ÷ 2 (26 Zahlungen pro Jahr)- Monatsrate = D · i(1 + i)^n / ((1 + i)^n − 1)
- D = Kreditbetrag, i = Monatszins, n = Anzahl der Monate
- Extra pro Jahr = eine volle Monatsrate
Weil die Restschuld schneller sinkt, fallen jeden Monat weniger Zinsen an. Der Effekt wächst mit der Zeit, da er sich aufschaukelt.
Beispiel: 300.000 € bei 3,8 % über 30 Jahre
Die Monatsrate beträgt 1.397,87 €, die Zweiwochenrate 698,94 €. Pro Jahr zahlen Sie dadurch 1.397,87 € mehr. Das Darlehen ist nach 313 statt 360 Monaten getilgt, Sie sparen also 47 Monate (knapp 4 Jahre) und rund 30.458 € Zinsen.
Das Ergebnis zeigt, wie stark ein scheinbar kleiner Hebel wirkt. Sie müssen dafür aber auch tatsächlich 26 Zahlungen leisten.
Zum Vergleich: Allein mit der monatlichen Rate von 1.397,87 € würde das Darlehen über 360 Monate laufen und rund 203.000 € Zinsen kosten. Die kürzere Laufzeit entsteht ohne Änderung des Zinssatzes, nur durch die zusätzliche Tilgung. Je höher der Zins und je länger die Laufzeit, desto stärker wirkt der Effekt.
Geht das auch in Deutschland?
Bei deutschen Baudarlehen ist ein Zahlungsrhythmus von 14 Tagen unüblich, die Rate wird in der Regel monatlich abgebucht. Den gleichen Effekt erreichen Sie anders: Zahlen Sie einmal im Jahr eine zusätzliche Monatsrate als Sondertilgung oder erhöhen Sie die monatliche Rate um ein Zwölftel. Prüfen Sie dafür, ob Ihr Vertrag Sondertilgungen erlaubt und in welcher Höhe.
Wie sich eine feste zusätzliche Zahlung auswirkt, zeigt der Sondertilgung-Rechner, den gesamten Verlauf der Rückzahlung der Tilgungsplan-Rechner.
Wann sich das lohnt
- Wenn Ihr Budget die zusätzliche Rate dauerhaft trägt, ohne dass Sie neue Schulden machen.
- Wenn der Vertrag Sondertilgungen ohne Gebühren erlaubt.
- Wenn Sie keine besser verzinste Geldanlage hätten als die Ersparnis beim Kredit.
- Wenn eine Rücklage für Notfälle bereits steht.
- Wenn Sie das Darlehen lange genug behalten, damit der Effekt Wirkung zeigt.
Annahmen und Grenzen
Der Rechner nimmt an, dass jede Zahlung sofort verbucht wird und den Zins zeitanteilig mindert. In der Praxis rechnen manche Banken Zinsen nur monatlich oder jährlich. Dann ist der Vorteil kleiner.
Gebühren für Teilzahlungen, Vorfälligkeitsentschädigungen und Zinsänderungen nach Ende der Zinsbindung sind nicht enthalten. Auch die Möglichkeit, das Geld anzulegen, anstatt zu tilgen, fließt nicht ein.
Prüfen Sie vor dem Wechsel auch, ob die Zusatzzahlung Ihre Reserve für Notfälle schmälert. Eine Tilgung, die Sie später per Neuaufnahme wieder ausgleichen müssen, bringt nichts.
Häufige Fragen
Wie funktioniert die Zweiwochenrate?
Sie zahlen alle zwei Wochen die halbe Monatsrate. Aus 26 Zahlungen werden im Jahr 13 volle Raten statt 12.
Wie viel spare ich?
Im Beispiel rund 30.458 € Zinsen und 47 Monate Laufzeit. Der Wert hängt von Betrag, Zins und Laufzeit ab.
Kann ich das bei meiner Bank einrichten?
Meist nicht als 14-Tage-Rhythmus. Als Sondertilgung oder erhöhte Monatsrate erreichen Sie dasselbe, sofern der Vertrag es erlaubt.
Ist das besser als Geld anzulegen?
Das hängt vom Vergleich zwischen Kreditzins und möglicher Rendite ab. Bei hohen Zinsen lohnt Tilgung, bei sehr niedrigen kann Anlegen sinnvoll sein.