So nutzen Sie den Rechner
- Tragen Sie Ihr aktuelles Jahresgehalt (brutto) ein.
- Geben Sie die Gehaltserhöhung in Prozent und die Inflation an.
- Lesen Sie Neues Jahresgehalt, Steigerung pro Monat und Neues Monatsgehalt ab.
- Prüfen Sie die reale Erhöhung nach Inflation und die Nötige Erhöhung zum Inflationsausgleich.
So wird gerechnet
Das neue Gehalt ist das alte Gehalt mal eins plus Erhöhungssatz. Das Plus pro Jahr und pro Monat ergibt sich aus der Differenz. Interessanter ist die reale Erhöhung: Sie zeigt, um wie viel Ihre Kaufkraft tatsächlich wächst, wenn die Preise im selben Zeitraum steigen.
neu = alt · (1 + Erhöhung); real = (1 + Erhöhung) / (1 + Inflation) − 1- alt = aktuelles Jahresgehalt
- Erhöhung = Prozentsatz als Bruchteil (4 % = 0,04)
- Inflation = Preissteigerung im selben Zeitraum
- real = Zuwachs der Kaufkraft
Die Erhöhung, die Sie nur zum Ausgleich der Inflation brauchen, entspricht der Inflationsrate. Alles darüber ist ein echter Zuwachs an Kaufkraft.
Beispiel: 48.000 € und 4 % mehr
Bei 4 % Erhöhung steigt das Jahresgehalt auf 49.920 €, das sind 1.920 € mehr im Jahr und 160 € mehr im Monat. Das neue Monatsgehalt beträgt 4.160 € brutto. Bei 2,5 % Inflation wächst Ihre Kaufkraft um 1,46 %.
Bekommen Sie nur 2 % und die Inflation liegt bei 4 %, steigt das Gehalt auf 48.960 € (+80 € im Monat), die reale Erhöhung ist aber −1,92 %: Sie können sich weniger leisten als zuvor.
Brutto und netto
Die Zahlen gelten brutto. Wegen der Steuerprogression und der Sozialabgaben bleibt von einer Erhöhung netto weniger als der Prozentsatz erwarten lässt. Wie viel aus einem Stundenlohn oder Gehalt wird, rechnen Sie mit dem Stundenlohn-Gehalt-Rechner nach.
Für Gehaltsverhandlungen zählt auch die Kaufkraft. Argumentieren Sie mit Leistung, Marktlage und der Inflation seit der letzten Anpassung, und prüfen Sie Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen.
Tipps
- Rechnen Sie mit Ihrem Wunschplus: Welcher Prozentsatz ergibt welchen Monatsbetrag?
- Vergleichen Sie die Erhöhung mit der Preissteigerung seit der letzten Anpassung, nicht nur mit dem letzten Jahr.
- Fragen Sie auch nach Einmalzahlungen, Zuschüssen oder mehr Urlaub, wenn die Erhöhung klein ausfällt.
- Bewerten Sie Angebote nach Jahreseinkommen inklusive Boni.
Gehaltsverhandlung vorbereiten
Rechnen Sie vor dem Gespräch aus, was eine Erhöhung von 3 %, 5 % und 8 % bedeutet, jeweils pro Monat und pro Jahr. So haben Sie konkrete Zahlen und können begründen, warum Ihr Wunsch angemessen ist. Nennen Sie am besten eine Zahl, die etwas über Ihrem Mindestziel liegt.
Stützen Sie sich auf Ihre Leistung, auf gestiegene Verantwortung und auf die Marktlage. Die Inflation allein ist ein schwaches Argument, weil sie jeden betrifft. Als Mindestgrenze ist sie aber nützlich: Eine Erhöhung unter der Preissteigerung bedeutet real weniger Geld.
Was neben dem Gehalt zählt
- Bonus, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld, die bei einer prozentualen Erhöhung ebenfalls steigen können.
- Betriebliche Altersvorsorge und Zuschüsse, die Sie zusätzlich bekommen.
- Dienstwagen, Jobticket oder Homeoffice-Regeln, die Geld oder Zeit sparen.
- Weiterbildung und Karrierechancen, die langfristig mehr bringen als wenige Prozent mehr.
- Tarifvertragliche Stufen, die Ihnen ohnehin zustehen.
Annahmen und Grenzen
Der Rechner arbeitet mit Bruttozahlen und einem einzigen Inflationssatz. Steuern, Sozialabgaben, Boni, Tarifstufen und mehrjährige Verläufe sind nicht enthalten. Die Inflation, die Sie persönlich spüren, kann von der allgemeinen Rate abweichen, je nachdem, was Sie kaufen.
Häufige Fragen
Wie berechne ich eine Gehaltserhöhung in Prozent?
Teilen Sie die Erhöhung in Euro durch das alte Gehalt und multiplizieren Sie mit 100.
Was ist die reale Gehaltserhöhung?
Die Erhöhung nach Abzug der Inflation. Sie zeigt, wie viel Kaufkraft Sie tatsächlich gewinnen oder verlieren.
Wie viel bleibt netto von der Erhöhung?
Das hängt von Steuerklasse, Steuersätzen und Abgaben ab und ist meist geringer als der Bruttoprozentsatz. Der Rechner zeigt nur brutto.
Wie hoch sollte die Erhöhung sein?
Mindestens so hoch wie die Inflation, wenn Sie Ihre Kaufkraft halten wollen.