So nutzen Sie den Rechner
- Tragen Sie Anfangsinvestition und Monatliche Sparrate ein.
- Geben Sie die Rendite vor Gebühren pro Jahr und die Jahresgebühr in Prozent an (bei ETFs die Gesamtkostenquote, bei aktiven Fonds inklusive Ausgabeaufschlag und Depotgebühren umgelegt).
- Setzen Sie die Jahre ein.
- Vergleichen Sie Wert ohne Gebühren mit Wert mit Gebühren; die Differenz zeigt Durch Gebühren verloren.
Wie Kosten das Vermögen schmälern
Kosten werden jedes Jahr vom Vermögen abgezogen, nicht nur von den Erträgen. Dadurch sinkt die Rendite, die für den Zinseszins zur Verfügung steht. Der Rechner rechnet deshalb mit der Nettorendite, also Rendite minus Kosten, und vergleicht sie mit dem Verlauf ohne Kosten.
Endwert = A · (1+i)^n + S · ((1+i)^n − 1) / i- A = Anfangsbetrag, S = monatliche Sparrate
- i = monatliche Nettorendite ((Rendite − Kosten) ÷ 12)
- n = Anzahl der Monate
- Der Kostenverlust ist Endwert ohne Kosten minus Endwert mit Kosten
Der Effekt wächst mit der Laufzeit und der Höhe des Vermögens: Am Anfang spüren Sie kaum etwas, am Ende ist die Differenz hoch.
Beispiel: 1,5 % gegen 0,2 % über 30 Jahre
Sie legen 10.000 € an und sparen 300 € im Monat, bei 7 % Rendite vor Kosten. Eingezahlt haben Sie nach 30 Jahren 118.000 €. Ohne Kosten wären es 426.958,33 €. Mit 1,5 % Kosten bleiben 317.117,21 €, also 109.841,12 € weniger (25,73 % des möglichen Endwerts).
Mit einem günstigen ETF zu 0,2 % kommen Sie auf 410.135,18 €, der Kostenverlust beträgt nur 16.823,16 € (3,94 %). Der Unterschied zwischen beiden Varianten: rund 93.000 €.
Die Laufzeit macht den Unterschied
Bei gleichem Beispiel, aber nur 10 Jahren Laufzeit, kosten 1,5 % lediglich 6.397,17 € (9,01 %). Ohne Kosten hätten Sie 70.987,03 €, mit Kosten 64.589,86 €. Je länger Sie investieren, desto wichtiger sind niedrige Kosten.
Wie sich die Rendite insgesamt entwickelt, zeigen der Zinseszins-Rechner und der Sparplan-Rechner.
Kosten senken
- Vergleichen Sie die Gesamtkostenquote (TER) und beachten Sie zusätzliche Posten wie Ausgabeaufschlag, Orderspesen und Depotgebühr.
- Prüfen Sie, ob ein breit streuender Indexfonds oder ETF Ihr Ziel günstiger erreicht als ein aktiv gemanagter Fonds.
- Wählen Sie einen Broker mit fairen Konditionen und schichten Sie nicht ohne Not um.
- Fragen Sie bei Beratung nach allen Kosten in Euro pro Jahr, auch Provisionen.
Kosten gegen Rendite abwägen
Fragen Sie bei jedem Produkt, was Sie für die Kosten bekommen. Ein Fonds mit 1,5 % Kosten muss 1,3 Prozentpunkte mehr Rendite pro Jahr erwirtschaften als ein ETF mit 0,2 %, um gleichzuziehen. Das schaffen nur wenige Fonds dauerhaft, und die Vergangenheit sagt wenig über die Zukunft.
Spielen Sie im Rechner mehrere Kostensätze durch, etwa 0,2 %, 0,5 %, 1 % und 2 %. Sie sehen, dass jede halbe Prozentpunktstufe über 30 Jahre fünfstellige Beträge kostet. Das ist ein guter Anlass, Kosten bei jeder Geldanlage vorab zu erfragen.
Annahmen und Grenzen
Die Rendite vor Kosten ist konstant und die Kosten werden gleichmäßig über das Jahr abgezogen. Steuern, Inflation und mögliche Mehrrendite eines aktiv gemanagten Fonds sind nicht berücksichtigt. Ob ein teurerer Fonds seine Kosten wieder einspielt, lässt sich im Voraus nicht sicher sagen. Das Ergebnis ersetzt keine Anlageberatung.
Häufige Fragen
Wie viel kosten 1 % Gebühren auf 30 Jahre?
Im Beispiel mit 300 € Sparrate und 7 % Rendite kosten 1,5 % Gebühren rund 25 % des möglichen Endvermögens, bei 0,2 % sind es unter 4 %.
Was ist die Gesamtkostenquote (TER)?
Sie gibt die laufenden Kosten eines Fonds in Prozent des Fondsvermögens pro Jahr an. Transaktionskosten und Depotgebühren kommen teils noch hinzu.
Lohnt sich ein aktiv gemanagter Fonds trotz höherer Kosten?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Er muss die Mehrkosten jedes Jahr durch Mehrrendite wieder einspielen, was nicht garantiert ist.
Sind die Kosten im Rechner vor oder nach Steuern?
Der Rechner kennt keine Steuern. Er zeigt nur den Effekt der laufenden Kosten.