Numfino

Überstunden-Rechner

Was sind Ihre Überstunden wert? Mit Stundenlohn, Zuschlag und Anzahl der Stunden sehen Sie die Vergütung pro Woche und hochgerechnet aufs Jahr.

EUR
Wochenlohn925,00 €
Wochenlohn925,00 €
Überstundenvergütung125,00 €
Stundensatz für Überstunden
25,00 €
Reguläre Vergütung
800,00 €
Überstundenvergütung pro Jahr (52 Wochen)
6.500,00 €
Jahresverdienst mit Überstunden
48.100 €
  • Reguläre Vergütung800,00 €86,5%
  • Überstundenvergütung125,00 €13,5%

So nutzen Sie den Rechner

  1. Tragen Sie Ihren Stundenlohn und Reguläre Stunden pro Woche ein.
  2. Geben Sie die Überstunden pro Woche an.
  3. Setzen Sie den Überstundenzuschlag (Faktor) ein (1 = ohne Zuschlag, 1,25 = 25 % Zuschlag, 1,5 = 50 %).
  4. Lesen Sie Wochenlohn, Überstundenvergütung und Jahresverdienst mit Überstunden ab.

Wie Überstunden vergütet werden

In Deutschland gibt es keinen gesetzlichen Anspruch auf einen bestimmten Überstundenzuschlag. Ob und wie Mehrarbeit bezahlt oder durch Freizeit ausgeglichen wird, regeln Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung. Üblich sind Zuschläge von 25 % oder 50 %, in manchen Branchen auch ohne Zuschlag.

Wochenlohn = Stundenlohn · Stunden + Stundenlohn · Faktor · Überstunden
  • Stundenlohn = Bruttostundenlohn in €
  • Stunden = reguläre Wochenstunden
  • Faktor = 1 + Zuschlag (25 % → 1,25)
  • Überstunden = zusätzliche Stunden pro Woche

Der Rechner multipliziert den Stundenlohn mit dem Faktor und den Überstunden. Zur regulären Vergütung addiert, ergibt das den Wochenlohn.

Beispiel: 20 € Stundenlohn, 5 Überstunden

Bei 40 regulären Stunden verdienen Sie 800 € pro Woche. Mit 5 Überstunden und 25 % Zuschlag (Stundensatz 25 €) kommen 125 € hinzu, der Wochenlohn beträgt 925 €. Hochgerechnet auf 52 Wochen sind das 6.500 € durch Überstunden und 48.100 € Jahreseinkommen.

Bei 50 % Zuschlag (30 € je Überstunde) sind es 150 € zusätzlich pro Woche, 7.800 € im Jahr und 49.400 € Jahreseinkommen. Der Zuschlag macht im Beispiel 1.300 € im Jahr aus.

So nutzen Sie das Ergebnis

Vergleichen Sie den Ertrag der Mehrarbeit mit dem, was Sie dafür aufgeben: Freizeit, Erholung, Familie. Beachten Sie auch, dass die Zahlen brutto sind und Steuern auf den Zusatzverdienst fallen. Das Nettoergebnis ist deshalb niedriger.

Ob sich ein höheres Gehalt oder ein Überstundenplan lohnt, vergleichen Sie mit dem Gehaltserhöhung-Rechner. Für Selbstständige hilft der Freelancer-Stundensatz-Rechner.

Typische Fragen im Alltag

  • Prüfen Sie im Vertrag, ob Überstunden mit dem Gehalt abgegolten sind.
  • Klären Sie, ob Überstunden ausbezahlt oder auf einem Zeitkonto gutgeschrieben werden.
  • Halten Sie Ihre Arbeitszeit fest, damit Sie Mehrarbeit nachweisen können.
  • Beachten Sie die gesetzlichen Höchstarbeitszeiten und Ruhezeiten; im Zweifel fragen Sie den Betriebsrat oder eine Gewerkschaft.

Überstunden und Freizeitausgleich

Viele Arbeitgeber gleichen Überstunden nicht in Geld, sondern in Freizeit aus. Rechnen Sie dann den Wert einer Stunde aus: Stundenlohn mal Faktor. Fünf Überstunden pro Woche entsprechen im Beispiel 125 € brutto. Ob Geld oder Freizeit besser ist, hängt davon ab, ob Sie Zeit oder Einkommen brauchen.

Prüfen Sie außerdem, ob Pauschalen im Vertrag stehen, etwa dass die ersten Überstunden mit dem Gehalt abgegolten sind. Das senkt den tatsächlichen Stundensatz. Wenn Sie Gehalt statt Stundenlohn beziehen, rechnen Sie zuerst mit dem Stundenlohn-Gehalt-Rechner auf einen Stundenlohn um.

Rechenhilfen im Alltag

  • Monatlicher Zuschlag: Stundenlohn mal Zuschlag mal Überstunden mal 4,33 Wochen.
  • Mehrverdienst brutto grob einschätzen: Zuschlag mal Überstunden mal Stundenlohn mal 52.
  • Unterschied zwischen Mehrarbeit und Überstunden prüfen, denn manche Verträge unterscheiden beides.
  • Bei Teilzeit gelten oft andere Grenzen, ab denen ein Zuschlag gezahlt wird.
  • Zeitkonto und Auszahlung nicht doppelt zählen.

Annahmen und Grenzen

Der Rechner nimmt jede Woche die gleiche Zahl an Überstunden an und rechnet mit 52 Wochen. Urlaub, Feiertage, Steuern, Sozialabgaben sowie Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit sind nicht berücksichtigt. Welche Regeln für Sie gelten, steht in Ihrem Vertrag und im anwendbaren Tarifvertrag.

Prüfen Sie auch die Grenzen der Arbeitszeit. Das Arbeitszeitgesetz begrenzt die tägliche Arbeitszeit grundsätzlich auf acht Stunden, mit Ausnahmen bei Ausgleich innerhalb eines Zeitraums, und verlangt Ruhezeiten. Überstunden sollten daher die Ausnahme bleiben. Bei Zweifeln können Betriebsrat, Gewerkschaft oder Arbeitsrechtsberatung helfen.

Häufige Fragen

Wie berechne ich die Überstundenvergütung?

Multiplizieren Sie Stundenlohn, Zuschlagsfaktor und Anzahl der Überstunden.

Gibt es einen gesetzlichen Überstundenzuschlag?

Nein, der Zuschlag ergibt sich aus Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung.

Was bedeutet Faktor 1,25?

Eine Überstunde wird mit 125 % des normalen Stundenlohns vergütet, also mit 25 % Zuschlag.

Sind die Beträge brutto oder netto?

Brutto. Netto bleibt wegen Steuern und Sozialabgaben weniger übrig.

Quellen und weiterführende Links

Zuletzt geprüft am 10. Oktober 2026 · So rechnen wir