So nutzen Sie den Rechner
- Tragen Sie den Nominalzins p. a. ein, so wie ihn die Bank bewirbt.
- Wählen Sie die Zinsperiode: täglich, monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich.
- Geben Sie Ihre Einlage ein, um den Betrag in Euro zu sehen.
- Lesen Sie die Effektive Jahresrendite, die Zinsen nach einem Jahr und den Kontostand nach einem Jahr ab.
Nominalzins und effektive Verzinsung
Der Nominalzins ist der angegebene Jahreszins. Schreibt die Bank die Zinsen aber monatlich oder täglich gut, werden sie schon im Lauf des Jahres mitverzinst. Das Ergebnis ist ein höherer tatsächlicher Jahresertrag, die effektive Verzinsung.
Effektivzins = (1 + p/m)^m − 1- p = Nominalzins in Dezimalform (3 % = 0,03)
- m = Anzahl der Zinsgutschriften pro Jahr
- Effektivzins = tatsächlicher Jahresertrag bezogen auf das Kapital
Je häufiger die Gutschrift, desto größer der Unterschied, auch wenn er bei niedrigen Zinsen klein ausfällt.
Beispiel: 3 % Nominalzins auf 10.000 €
Bei monatlicher Gutschrift ergeben 3 % eine effektive Verzinsung von 3,04 %. Nach einem Jahr haben Sie 304,16 € Zinsen, der Kontostand beträgt 10.304,16 €. Bei täglicher Gutschrift sind es 3,05 % und 304,53 €.
Halbjährlich ergibt sich 3,0225 % (302,25 €), vierteljährlich 3,0339 % (303,39 €), jährlich genau 3,00 % (300,00 €). Der Unterschied zwischen täglich und jährlich beträgt hier nur etwa 4,53 € im Jahr.
Praktisch heißt das: Für den Vergleich zweier Angebote reicht es, beide in den Rechner einzugeben und die effektive Jahresrendite nebeneinander zu stellen. Der Wert gilt für ein volles Jahr ohne Entnahmen. Zahlen Sie während des Jahres ein oder heben ab, weicht der echte Ertrag ab, und Sie sollten mit dem Zinseszins-Rechner und einer monatlichen Sparrate rechnen.
Beachten Sie auch, wann die Bank die Zinsen tatsächlich gutschreibt. Bei vielen Konten geschieht das erst zum Quartals- oder Jahresende, obwohl die Zinsen täglich berechnet werden. Für Ihr Ergebnis zählt, ob die Zinsen zwischendurch wieder mitverzinst werden.
So vergleichen Sie Angebote
Vergleichen Sie Anlagen immer nach dem effektiven Jahreszins, nicht nach dem Nominalzins. Ein Konto mit 3,00 % und täglicher Gutschrift kann besser sein als ein anderes mit 3,02 % und jährlicher Gutschrift.
Bei Tagesgeld werden Zinsen häufig monatlich oder jährlich gutgeschrieben. Prüfen Sie außerdem, ob der Zins befristet ist, etwa als Neukundenzins, und was danach gilt. Für längere Sparpläne rechnen Sie weiter mit dem Zinseszins-Rechner.
Worauf Sie achten sollten
- Der Effektivzins bei Anlagen ist nicht der effektive Jahreszins bei Krediten, der Gebühren enthält.
- Befristete Aktionszinsen fallen nach Ablauf oft deutlich.
- Prüfen Sie die Einlagensicherung der Bank.
- Zinserträge sind steuerpflichtig, soweit der Sparer-Pauschbetrag nicht ausreicht.
- Vergleichen Sie die Realverzinsung nach Inflation mit dem Inflationsrechner.
Annahmen und Grenzen
Der Rechner betrachtet einen festen Nominalzins und eine einzige Einlage über ein Jahr ohne weitere Einzahlungen. Steuern, Gebühren und Zinsänderungen sind nicht enthalten. Die Zinstage folgen der idealisierten Gleichverteilung.
Die verbindlichen Konditionen stehen im Preis- und Leistungsverzeichnis Ihrer Bank. Dieser Rechner ersetzt keine Anlageberatung.
Wer mehrere Konten besitzt, kann die effektive Verzinsung als schnellen Maßstab nutzen, um das Guthaben dorthin zu verschieben, wo es am meisten bringt. Achten Sie dabei auf Kontoführungsgebühren und Mindestguthaben, denn sie können einen Zinsvorteil von wenigen Zehntelprozent schnell aufzehren.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Nominalzins und Effektivzins?
Der Nominalzins ist der angegebene Satz, der Effektivzins berücksichtigt, dass Zinsen mehrfach im Jahr gutgeschrieben und weiterverzinst werden.
Wie hoch ist die effektive Verzinsung bei 3 % monatlich?
Etwa 3,04 %. Auf 10.000 € sind das rund 304,16 € Zinsen nach einem Jahr.
Lohnt sich tägliche Zinsgutschrift?
Sie bringt etwas mehr als jährliche Gutschrift, bei 3 % und 10.000 € nur gut 4 € im Jahr. Der Nominalzins selbst ist wichtiger.
Gilt das auch für Kredite?
Die Formel gilt auch dort, aber bei Krediten nennt der effektive Jahreszins zusätzlich die Gebühren. Nutzen Sie dafür den Kreditrechner.