So nutzen Sie den Rechner
- Geben Sie bei Betrag heute die Summe ein, zum Beispiel 1.000 €.
- Tragen Sie die erwartete durchschnittliche Inflationsrate pro Jahr ein. Zum Vergleich: Das Statistische Bundesamt veröffentlicht die Verbraucherpreisentwicklung.
- Wählen Sie die Anzahl der Jahre.
- Lesen Sie die künftigen Kosten, die Kaufkraft des heutigen Betrags und die Tabelle Jahr für Jahr ab.
Wie Inflation Ihr Geld entwertet
Inflation bedeutet, dass Waren und Dienstleistungen im Durchschnitt teurer werden. Mit demselben Geldbetrag können Sie dann weniger kaufen. Das passiert auch dann, wenn die Summe auf dem Konto unverändert bleibt.
Künftige Kosten = Betrag × (1 + i)^n; Kaufkraft = Betrag / (1 + i)^n- Betrag = Summe in heutigen Euro
- i = jährliche Inflationsrate als Dezimalzahl (2 % = 0,02)
- n = Anzahl der Jahre
Der Rechner zinst die Preise auf, genau wie beim Zinseszins, nur mit der Inflationsrate statt der Rendite. So sehen Sie zwei Seiten derselben Rechnung: was dieselben Dinge künftig kosten und was Ihr heutiger Betrag künftig noch kaufen kann.
Beispiel: 1.000 € bei 2 % und bei 5 %
Bei 2 % Inflation über 20 Jahre kostet, was heute 1.000 € kostet, später 1.485,95 €. Umgekehrt kaufen die heutigen 1.000 € dann nur noch Waren im Wert von 672,97 €. Der Preisanstieg summiert sich auf 48,59 %, der Kaufkraftverlust auf 32,70 %.
Bei 5 % über 10 Jahre steigen die Kosten auf 1.628,89 €, die Kaufkraft fällt auf 613,91 €. Schon über 10 Jahre bei 2 % wird aus 1.000 € ein Warenkorb von 1.218,99 €. Kleine Prozentsätze wirken über lange Zeit deutlich.
Nominal und real: was das für Sparen heißt
Entscheidend ist der Zins nach Inflation, die Realverzinsung. Bringt Ihr Konto 1 % und die Inflation liegt bei 2 %, verliert das Guthaben real an Wert, obwohl die Zahl wächst. Erst wenn die Rendite über der Inflationsrate liegt, wächst Ihre Kaufkraft.
Mit dem Zinseszins-Rechner sehen Sie, wie Ihr Geld nominal wächst. Mit diesem Rechner stellen Sie die Inflation daneben. Der Unterschied ist die reale Entwicklung.
Ergebnis nutzen: Gehalt, Rente, Sparziele
Planen Sie Ihre Rente oder eine große Anschaffung, sollten Sie nicht mit heutigen Preisen rechnen. Eine Rente von 1.500 € in 30 Jahren hat nach den Zahlen oben deutlich weniger Kaufkraft. Rechnen Sie Sparziele deshalb mit Inflation hoch. Dazu passt der Rentenrechner, der die Inflation ausdrücklich berücksichtigt.
Auch bei Gehaltsverhandlungen hilft die Rechnung: Eine Erhöhung unterhalb der Inflation ist real ein Minus.
Wie Sie sich gegen Kaufkraftverlust wappnen
Bargeld und Girokonto ohne Zinsen verlieren bei positiver Inflation jedes Jahr an Wert. Halten Sie daher nur das auf liquiden Konten, was Sie kurzfristig brauchen, zum Beispiel Ihren Notgroschen (siehe Notgroschen-Rechner). Längerfristiges Geld sollten Sie mit einer Rendite anlegen, die die Inflation übertreffen kann. Höhere Renditechancen sind jedoch immer mit Schwankungen und Verlustrisiko verbunden.
Prüfen Sie außerdem Verträge mit festen Beträgen: Wer über Jahre dieselbe Summe erhält oder zahlt, spürt die Inflation direkt. Eine Beratung durch die Verbraucherzentrale kann bei der Einordnung helfen.
Annahmen und Grenzen
Der Rechner nimmt eine über alle Jahre gleiche Inflationsrate an. In der Realität schwankt sie, und jeder Haushalt hat einen eigenen Warenkorb: Mieten, Energie, Lebensmittel und Reisen steigen unterschiedlich. Die amtliche Verbraucherpreisentwicklung für Deutschland veröffentlicht das Statistische Bundesamt (Destatis). Der Rechner liefert keine Prognose, sondern zeigt, was bei einer gewählten Rate passiert.
Häufige Fragen
Wie berechnet man Inflation über mehrere Jahre?
Multiplizieren Sie den Betrag mit (1 + Inflationsrate) hoch Anzahl der Jahre. Der Rechner macht das für jedes Jahr und zeigt die Tabelle.
Was bedeutet Kaufkraftverlust?
Der Anteil, den Ihr Geld an Kaufkraft verliert. Bei 2 % über 20 Jahre sind es 32,70 %: Ihre 1.000 € kaufen dann so viel wie heute 672,97 €.
Welche Inflationsrate soll ich einsetzen?
Orientieren Sie sich an der langfristigen Entwicklung der Verbraucherpreise (Destatis) und rechnen Sie mehrere Werte durch, etwa 2 %, 3 % und 5 %.
Kann ich damit vergangene Inflation berechnen?
Nein. Der Rechner blickt mit einer festen Rate nach vorn. Historische Werte finden Sie beim Statistischen Bundesamt.