So nutzen Sie den Rechner
- Tragen Sie bei Ursprünglicher Preis den Preis ein, so wie er im Shop oder im Regal steht.
- Geben Sie bei Rabatt den Prozentsatz ein, zum Beispiel 30.
- Gibt es eine zweite Aktion, etwa einen Gutscheincode, tragen Sie sie bei Zusatzrabatt ein. Er wird nach dem ersten Rabatt abgezogen.
- Bei Umsatzsteuer lassen Sie 0, wenn der Preis die Steuer schon enthält. Bei Nettopreisen tragen Sie 19 oder 7 ein.
So wird der Rabatt berechnet
Ein Rabatt von 30 % bedeutet, dass Sie 70 % des Preises zahlen. Sie multiplizieren den Preis also mit 0,70. Eine zweite Aktion wirkt auf den bereits reduzierten Preis, nicht auf den ursprünglichen. Zwei Rabatte lassen sich daher nicht einfach addieren.
Endpreis = Preis × (1 − Rabatt1) × (1 − Rabatt2) × (1 + Steuersatz)- Preis = Originalpreis
- Rabatt1 und Rabatt2 = Prozentsätze als Dezimalzahl (30 % = 0,30)
- Steuersatz = nur ansetzen, wenn der Preis ohne Mehrwertsteuer angegeben ist
Der Rechner multipliziert die Faktoren nacheinander und zeigt, wie hoch der Gesamtrabatt in Prozent wirklich ist.
Beispiel: 249 € mit 30 % und 10 % Gutschein
Ein Artikel kostet 249 €. Bei 30 % Rabatt zahlen Sie 174,30 €. Kommt ein Gutschein über 10 % hinzu, sinkt der Preis auf 156,87 €. Sie sparen 92,13 €, der Gesamtrabatt beträgt 37 % und nicht 40 %.
Zum Vergleich: Bei einem Nettopreis von 249 € mit 30 % Rabatt und 19 % Mehrwertsteuer wären es 207,42 € (174,30 € plus 33,12 € Steuer). Mit beiden Rabatten und Steuer liegen Sie bei 186,68 €.
Rabatt und Mehrwertsteuer
Im Handel mit Privatkunden stehen auf Preisschildern in Deutschland Bruttopreise. Der Rabatt bezieht sich darauf, die Mehrwertsteuer ist bereits enthalten, und Sie lassen das Steuerfeld auf 0. Bei Geschäftskunden und Angeboten mit Nettopreisen kommt die Steuer erst nach dem Rabatt dazu. Dann tragen Sie 19 oder 7 Prozent ein. Netto und brutto rechnen Sie mit dem Mehrwertsteuer-Rechner um.
Der Rabatt ändert den Steueranteil nicht in Prozent, nur in Euro: Je niedriger der Preis, desto geringer die Steuer.
Ist der Rabatt wirklich ein Schnäppchen?
Vergleichen Sie den Endpreis mit dem Preis bei anderen Händlern, nicht nur mit dem durchgestrichenen Preis. Eine Rabattaktion ist nur dann gut, wenn Sie den Artikel ohnehin brauchen. Ersparnis allein ist kein Grund zum Kauf.
Für Werbung mit Preisermäßigungen gelten Vorgaben, die Scheinrabatte verhindern sollen. Ob eine Aktion zulässig ist, klärt im Zweifel die Verbraucherzentrale. Wer als Händler Rabatte setzt, sollte die Auswirkung auf die Marge prüfen, zum Beispiel mit dem Gewinnmarge-Rechner.
Rechenwege im Kopf
Für schnelle Überschläge im Laden hilft ein Trick: 10 % entsprechen dem Preis geteilt durch 10. 20 % sind das Doppelte davon, 5 % die Hälfte. Bei 249 € sind 10 % also etwa 25 €, 30 % etwa 75 €. Das Ergebnis des Rechners lautet 74,70 €, der Kopfwert reicht also für eine Einschätzung.
Soll der Rabatt umgekehrt aus zwei Preisen berechnet werden, teilen Sie die Differenz durch den alten Preis. War ein Artikel 80 € teuer und kostet jetzt 60 €, sind es 20 / 80 = 25 % Rabatt.
Grenzen des Rechners
Der Rechner kennt nur Prozentrabatte. Feste Euro-Gutscheine, Mengenrabatte (3 für 2), Skonto, Versandkosten und Rückgaberegeln müssen Sie selbst einrechnen. Für feste Gutscheine ziehen Sie den Betrag nach dem Prozentrabatt ab. Runden Sie am Ende auf Cent.
Häufige Fragen
Wie berechne ich einen Rabatt in Prozent?
Multiplizieren Sie den Preis mit (1 minus Rabatt). Für 30 % Rabatt rechnen Sie Preis × 0,70.
Kann ich zwei Rabatte addieren?
Nein. Der zweite Rabatt gilt auf den bereits reduzierten Preis. 30 % und 10 % ergeben zusammen 37 %, nicht 40 %.
Wie rechne ich den Rabatt zurück, wenn ich nur den Endpreis kenne?
Teilen Sie den Endpreis durch (1 minus Rabatt), um den Originalpreis zu erhalten, zum Beispiel 174,30 € / 0,70 = 249 €.
Gilt der Rabatt auf den Brutto- oder Nettopreis?
Meist auf den Preis, der angezeigt wird. Bei Privatkunden ist das der Bruttopreis inklusive Mehrwertsteuer.
Wie viel Prozent Rabatt sind 50 Euro bei 200 Euro?
50 geteilt durch 200 ergibt 25 %.