So nutzen Sie den Rechner
- Tragen Sie bei Bargeld und Bankkonten, Geldanlagen, Altersvorsorge, Immobilien, Fahrzeuge und Sonstiges Vermögen den heutigen Wert ein.
- Tragen Sie Baudarlehen, Autokredite, Studienkredite, Kreditkarten und Sonstige Schulden ein.
- Lassen Sie nicht zutreffende Felder bei 0.
- Lesen Sie Nettovermögen, Verschuldungsgrad und liquide Mittel ab.
Was das Nettovermögen ist
Das Nettovermögen (Reinvermögen) ist die Differenz zwischen allem, was Sie besitzen, und allem, was Sie schulden. Es ist die ehrlichste Zahl für Ihren finanziellen Stand, weil sie nicht nur das Konto, sondern die Gesamtbilanz zeigt.
Nettovermögen = Vermögen − Schulden- Vermögen = Konten + Geldanlagen + Altersvorsorge + Immobilien + Fahrzeuge + Sonstiges
- Schulden = Immobilienkredit + Autokredit + Studienkredit + Kreditkarten + Sonstiges
- Verschuldungsquote = Schulden ÷ Vermögen · 100
Die Verschuldungsquote setzt die Schulden ins Verhältnis zum Vermögen und zeigt, wie stark Ihr Besitz mit Krediten belastet ist. Liquide Mittel sind Bargeld, Kontoguthaben und Geldanlagen, die Sie schnell verkaufen können.
Beispiel: Haushalt mit Eigenheim
Ein Haushalt hat 8.000 € auf dem Konto, 25.000 € in Geldanlagen, 30.000 € in der Altersvorsorge, ein Haus im Wert von 300.000 € und ein Auto für 15.000 €. Das Vermögen beträgt 378.000 €. Dem stehen 180.000 € Hypothek, 6.000 € Autokredit und 1.000 € Kartenschulden gegenüber: 187.000 €.
Das Nettovermögen ist 191.000 €, die Verschuldungsquote 49,47 %, die liquiden Mittel liegen bei 33.000 €. Ohne Haus und Kredite wären es 77.000 € Nettovermögen bei einer Quote von nur 1,28 %.
Wie Sie die Zahl nutzen
Messen Sie Ihr Nettovermögen ein- bis zweimal im Jahr mit denselben Annahmen. Wichtiger als der absolute Wert ist die Richtung: Wächst die Zahl, bauen Sie Vermögen auf. Beachten Sie, dass Autos mit der Zeit an Wert verlieren; wie schnell, zeigt der Abschreibungsrechner.
Eine hohe Verschuldungsquote ist kein Fehler, wenn das Vermögen werthaltig ist. Entscheidend ist, ob Sie die Raten tragen können; das prüft der Schuldendienstquote-Rechner.
Nettovermögen steigern
- Teure Schulden zuerst tilgen, besonders Kreditkarten und Dispo.
- Regelmäßig sparen und investieren; den Plan rechnet der Sparziel-Rechner.
- Einen Notgroschen halten, damit Sie bei Ausfällen keine Kredite brauchen.
- Ausgaben für Dinge, die an Wert verlieren, bewusst begrenzen.
Wie Sie die Werte ermitteln
Nehmen Sie für Konten und Depots den aktuellen Stand. Für Immobilien und Fahrzeuge verwenden Sie einen vorsichtigen Marktwert, zum Beispiel aus vergleichbaren Inseraten, statt des Kaufpreises. Bei Krediten tragen Sie die Restschuld ein, nicht die ursprüngliche Summe.
Für die Altersvorsorge zählen Sie nur Verträge mit einem heute auszahlbaren oder übertragbaren Wert, etwa Riester-, Rürup- oder Betriebsrentenverträge mit Guthaben. Gesetzliche Rentenansprüche lassen sich nicht in einen Euro-Wert fassen und bleiben meist außen vor.
Wie Sie weitermachen
- Notieren Sie das Ergebnis mit Datum und vergleichen Sie es nach sechs und zwölf Monaten.
- Teilen Sie das Nettovermögen in drei Gruppen: liquide Mittel, Anlagen und Sachwerte.
- Setzen Sie sich ein Ziel für die nächsten 12 Monate, etwa 5.000 € mehr oder 3.000 € weniger Schulden.
- Prüfen Sie, ob Ihre Absicherung (Haftpflicht, Berufsunfähigkeit, Risikoleben) zur Höhe der Schulden passt.
Annahmen und Grenzen
Der Rechner addiert die Werte, die Sie eintragen. Immobilien und Fahrzeuge sind Schätzungen; auch Verkaufskosten, Steuern und Vorfälligkeitsentschädigungen sind nicht abgezogen. Ansprüche an die gesetzliche Rente oder Betriebsrente zählen nur, wenn Sie sie mit einem Wert eintragen. Das Ergebnis ist eine Momentaufnahme und keine Vermögensberatung.
Häufige Fragen
Wie berechne ich mein Nettovermögen?
Addieren Sie alle Vermögenswerte und ziehen Sie alle Schulden ab.
Zählt das selbst genutzte Haus mit?
Ja, mit seinem geschätzten Marktwert, abzüglich der Restschuld. Viele Haushalte betrachten zusätzlich das Vermögen ohne Eigenheim.
Was ist eine gute Verschuldungsquote?
Es gibt keine feste Grenze. Je niedriger die Quote, desto stabiler ist Ihre Lage, und sie sinkt in der Regel mit der Tilgung.
Wie oft sollte ich es messen?
Ein- bis zweimal im Jahr reicht, damit Sie Trends erkennen und nicht jedem Kursausschlag folgen.